Herbst-Auktion

Präsenz- und Live-Auktion

Kunst und Antiquitäten

Samstag, 10. Oktober 2026

Gerne begrüßen wir Sie in unserem neuen Auktionssaal

Gut Erpentrup
Ringstraße 1, 33014 Bad Driburg

Versteigerungsbeginn um 12.00 Uhr

(Das Stammhaus bleibt natürlich weiterhin wie gewohnt in Bielefeld)

Live-Bieten unter
www.lot-tissimo.com
www.drouot.com

Vorbesichtigung

Donnerstag, 08. und Freitag, 09. Oktober 2026 jeweils von 11.00 Uhr bis 18.00 Uhr

Vorschau auf die Herbstauktion

„Klein aber fein“

lautet seit Jahren das Motto unserer Auktionen und dementsprechend selektiv gestaltet sich das Angebot und präsentiert sich damit auf internationalem Niveau.



Hier ein Überblick über das Angebot und einige Highlights

Als Generalisten verzichten wir seit jeher auf permanente Schwerpunkte und können dadurch immer wieder mit überraschenden und interessanten Bereichen aufwarten, nachdem sich die Frühjahrsauktion mit einer Fülle von hochwertigem Porzellan präsentierte und mit dem Verkauf zweier Prunkvasen der Kaiserlichen Porzellanmanufaktur St. Petersburg mit Zuschlagspreisen von jeweils über EUR 40.000.- glänzte, wird die kommende Auktion durch zwei völlig unterschiedliche Angebotssparten geprägt.

Wir freuen uns ganz besonders, in dieser Auktion wieder einmal den Bereich Münzen mit dem ersten Teil einer alten, hochkarätigen und lange Zeit völlig unbeachteten Münzsammlung mit vielen Raritäten präsentieren zu können. Weitere Informationen zu dieser Sammlung finden Sie weiter unten…

„Pesttaler“, Erzgebirge, Sachsen und Braunschweig, alles 16. Jhd., € 150.- bis EUR 1.200.-

Einen wichtigen Teil des Angebotes umfasst aber wie gewohnt die Bildende Kunst mit Gemälden, Arbeiten auf Papier und Skulpturen, hier spannt sich der Bogen von Werken alter Meister bis zur Moderne.

Bei den frühen Gemälden fällt neben einer herrlichen „Mondkreuzigung“ des späten 16. bzw. frühen 17. Jahrhunderts in einem schönen, zeittypischen Rahmen mit vergoldeten Bronzebeschlägen (EUR 1.000.-) insbesondere eine, Jacob van Loo zugeschriebene Darstellung der „Danaë“, bei dem meisterlich ausgeführten Gemälde handelt es sich wohl um eine etwas größere Zweitfassung des Gemäldes im Museum Budapest, dieses hochinteressante Gemälde in unrestauriertem Zustand lässt bei einem Ausrufpreis von nur EUR 800.- einen enormen Spielraum.

Jacob van Loo, 76 x 64 cm, EUR 800.-

Die klassische Kunst des 18. bis 20. Jahrhundert bietet neben typischen Arbeiten u.a. von
Carl Bolze (Gemälde „Starnberger See“, ohne Limit),
Adolf Chelius (Gemälde „Waldkapelle“, EUR 150.-),
Arnold Corrodi (Gemälde „Römische Gasse“, EUR 400.-),
Otto Fedder (Gemälde „Poststation in Mittenwald“, ohne Limit),
Johann Jungblut (großes Gemälde „Winterabend“, ohne Limit) oder
Johan Daniel Koelman „rinder an der Tränke“, EUR 300.-),
zwei typische Gemälde von Friedrich Voltz (jeweils ohne Limit),
zwei Alpenansichten von Karl Flieher (EUR 600.- bzw. 300.-),
eine seltene Romansicht mit Pferden von Carl Reichert (EUR 300)
sowie ein Johann Friedrich Overbeck zugeschriebenes Selbstportrait (EUR 400.-).

Johann Friedrich Overbeck attr., 38 x 33 cm, € 400.-

Von Gerhard Schliepstein findet sich eine Skulptur zweier Löwen aus Castellina – Marmor, das auffällige Objekt wird mit EUR 800.- aufgerufen.

Gerhard Schliepstein, 46 x 33 cm, € 800.-

Die Offerte der Klassischen Moderne bzw. der Kunst nach 1945 ist ist diesmal reich bestückt und wartet mit vielen HIGHLIGHTS auf, neben typischen Arbeiten u.a. von
Eduard Bargheer (großes Aquarell „Forio d´Ischia“, EUR 1.200.-),
Friedrich Busack (Gemälde „Dachkammer von 1922“, EUR 1.200.-),
Otto Dix (Farblithographie „Hahn und Katze“, EUR 3.200.-),
Werner Gilles (Aquarell “Der Garten des Minotaurus“, EUR 900.-),
Erich Heckel (Holzschnitt und Aquarell „Förde im Herbst“, EUR 2.500.-),
Hundertwasser (Serigraphien „Flucht in´s All“ und „Manitou wins“, EUR 400.- bzw. EUR 800.-)
 oder Otto Mueller (Holzschnitte „Junge im Schilf“ und „Mädchen im Schilf“, je EUR 300.-)
finden sich ein Dutzend Holzschnitte von Conrad Felixmüller,
die Tuschezeichnung „Straße in Sanary sur Mer“ von Gabriele Münter (EUR 2.800.-)
 oder das große Gemälde „Straße in Breisach“ von Max Kaus (EUR 10.000.-)
sowie die in den 1960er Jahren in London entstandene singuläre Plexiglasskulptur
„Turm – konstruktiv“ von Walter Nessler (EUR 2.500.-).

Hedwig Marquardt, Gemälde „Straßenecke“, 1919, € 2.000.-

Von internationalem Interesse ist sicherlich ein typisches Aquarell von Lyonel Feininger von 1946 aus einer süddeutschen Unternehmersammlung, welches der Künstler 1947 seiner Schwiegertochter Wysse Feininger zum 35. Geburtstag schenkte und zu dem ein aktuelles Gutachten von Lyonel Feininger Project, New York vom 21.09.2026 vorliegt

Lyonel Feininger, 14 x 24,5 cm, EUR 10.000.-

sowie eine der typischen Montmartre – Ansichten des Pariser Malers Maurice Utrillo mit Blick auf die Moulin de la Galette und Sacré – Coeur von 1933, das 1978 mit Gutachten von André Pacitti und von Paul Petrides durch die Galerie Bauer in Hannover verkauft wurde.

Maurice Utrillo, Pastell „Montmartre“, 42 x 59 cm, 1933, € 12.000.-

Die Abteilung Antiquitäten und Object d´Art bietet neben einigen Möbeln, wie einer herrlichen Klassizismus – Aufsatzkommode „a deux corps“ möglicherweise aus der Hamburger Werkstatt des Johann bzw. Jacob Köster ausgesuchte Porzellane, einige Glasobjekte, Uhren, Schmuck und Trachtenschmuck sowie als HIGHLIGHT eine seltene Turiner Violine, das Instrument in bespieltem Originalzustand ist mit datiertem Werkstattzettel von Giovanni Francesco Pressenda versehen und wird unlimitiert aufgerufen, das dürfte sicherlich die Experten auf den Plan rufen.

Violine, Giovanni Francesco Pressenda (attr.), datiert 1849

Einen Großteil dieser Auktion nimmt der erste Teil einer umfangreichen und bedeutenden Münzsammlung ein.

Die Sammlung wurde über zwei Generationen zwischen 1910 und 1958 aufgebaut und schlummerte als HIDDEN TREASURE seit fast 70 Jahren einen Dornröschenschlaf, sie umfasst verschiedene Bereiche von griechischen und römischen Münzen über mittelalterliche Prägungen mit einer Spezialsammlung Brakteaten bis hin zu Münzen und Medaillen der Neuzeit.

Als Auftakt kommen in dieser Auktion die neuzeitlichen Münzen und Medaillen ab 1500 zum Aufruf der ärztlichen Profession der beiden Sammler geschuldet galt deren Augenmerk dem Aufbau einer umfangreichen Spezialsammlung „Pestilentia in nummis“, hier findet sich als Kernstück eine Suite von über 20 Pesttalern des 16. Jahrhunderts (Foto oben) und viele, teils überaus seltene Medaillen zu den Bereichen Pest, Pocken und Cholera, die raresten Stücke in diesem Umfeld dürften neben einem, gegen 1645 von Kunze Striedinger für den Braunschweigischen Fürsten Heinrich der Jüngeren geprägten doppelten „Pesttaler“ der extrem seltene „Große Breslauer Pesttaler“ von Hans Rieger aus dem Jahr 1633 oder die schwere, zwischen 1805 und 1812 von Friedrich Wilhelm III. in nur 110 Exemplaren verliehene silberne Prämienmedaille für Impfärzte darstellen.

Hamburg, Portugalöser zu zehn Dukaten auf die Befreiung Hamburgs von der Pest 1714, EUR 7.500.-
Breslau, „Großer Pesttaler“ 1633, EUR 900.-
Prämienmedaille für Impfärzte, 114 gr., EUR 800.-

Als weitere Rarissima finden sich u.a. ein überaus seltener doppelter Salzburger „Radianataler“ von 1521 (EUR 2.800.-), ein ebenso seltener doppelter Münsteraner „Wiedertäufertaler“ von 1534 (EUR 700.-), die bedeutende Medaille von Matthes Gebel auf Albrecht Dürer 1528 (EUR 600.-) die dänische Medaille „De danske Hjælpetropper i Irland“ auf die glückliche Rückkehr der Hilfstruppen aus Irland 1691 (EUR 900.-), die gegen 1915 bei Adolf Hess in Frankfurt erworbene silberne Medaille auf die Stiftung der Akademie der Wissenschaften 1759 durch den bayrischen König (EUR 900.-), die in nur wenigen Exemplaren bekannte Silbermedaille auf den 1763 nur 74 Tage regierenden sächsischen König Friedrich Christian und seine Ehefrau (EUR 1.500.-), die gesuchte silberne Medaille von Abraham Abramson auf den 71. Geburtstag Friedrich des Großen am 24. Januar 1782 (EUR 1.200.-), die in nur 900 Exemplaren geprägte silberne Medaille auf die Vermählung des russischen Thronfolgers Großherzog Alexander mit Maria von Hessen – Darmstadt 1841 (EUR 2.000.-) oder jeweils ein Exemplar der seltenen tschechoslowakischen Goldstücke auf 10 Dukaten bzw. 5 Dukaten von 1933 (EUR 6.000.- bzw. 3.000.-).

Bayern, Medaille auf Maximilian III. Joseph und Maria Anna von Sachsen 1747, EUR 5.000.-
Hessen – Darmstadt, Schautaler 1767, EUR 800.-
Salzburg „Radianataler“ 1521, EUR 800.-

Von besonderem Interesse dürfte eine Silbermedaille auf Papst Clemens VII. aus dem Jahr 1533 in phantastischer Erhaltung sein, die in dieser Form scheinbar völlig unbekannte Ausführung bietet für Spezialisten sicherlich ein spannendes Forschungspotential.
Eine Rarität ganz anderer Art stellt die seltene dänische und in dieser Form bis 1839 nur 118 mal verliehene Medaille „Af Farens Svælg fremblomstrer Priis og Lön“ aus dem Besitz des späteren Generalleutnants und Kriegsminister Dänemarks Waldemar von Raasleff (1815 – 1883) dar.

Savoyen, Carlo II. (1504 – 1553), Testone, EUR 400.-
Rettungsmedaille Dänemark, EUR 600.-
Vatikan, Silbermedaille auf Papst Clemens VII. 1533, EUR 500.-

Die insgesamt 275 Positionen beinhalten insgesamt über 3.000 Stücke mit vielen interessanten und seltenen Einzelstücken in meist überdurchschnittlicher Erhaltung, diese werden entweder einzeln oder teils auch als kleinere Konvolute angeboten, Kleinnominale in Silber und Kupfer werden durchwegs als teils umfangreiche Konvolute angeboten, alles ist durchwegs günstig limitiert, die gesamte Sammlung stellt eine Fundgrube für Sammler und Spezialisten dar.

Viele Konvolute

Alle Auktionsobjekte werden im Auftrag privater Einlieferer versteigert. Qualitätvolle Einlieferungen für unsere regelmäßigen Kunstauktionen & Schmuckauktionen sind jederzeit möglich.

Wir versteigern auch für Sie interessante Einzelstücke sowie größere Nachlässe und Sammlungen.

—————— Das Stammhaus bleibt im Zentrum Am Bach 1a ——————

Thomas Sauerland & Thomas Stürmann GbR
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